Wenn die Eifersucht uns zerfrisst

Wenn die Eifersucht uns zerfrisst
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In diesem Gastbeitrag von FlirtUniversity.de erfährst du, warum eifersüchtiges Verhalten entsteht. Lies auch den Artikel Eifersucht besiegen: 7 Wege zur glücklichen Beziehung.

Wenn die Eifersucht uns zerfrisst

Eifersucht ist ein Gefühl, das jedem Menschen nur allzu gut bekannt ist. So reagieren beispielsweise kleine Kinder eifersüchtig, wenn das Geschwisterkind mehr Aufmerksamkeit in Form von Geschenken oder Lob erhält.

Besonders intensiv nehmen wir das negative Gefühl der Eifersucht wahr, wenn wir uns in einer Beziehung befinden. Bekommen wir mit, dass der Partner oder die Partnerin sich mit einer anderen Person sehr gut versteht, keimt nicht selten in uns das Gefühl auf, dass die beiden sich möglicherweise eine Spur zu sympathisch sind.

Eifersucht ist die Angst, die Person an unserer Seite an jemand anderen zu verlieren. Wir sehen unsere Partnerschaft von außen bedroht.

Spielt Eifersucht in der eigenen Beziehung eine zentrale Rolle, muss sich mit der Frage auseinandergesetzt werden, ob es für diese einen guten Grund gibt, oder ob die Eifersucht durch ein zu geringes Selbstwertgefühl entsteht.

Häufig liegt die Ursache für das nagende Gefühl in uns selbst. Betroffen sind hiervon Menschen, denen es schwerfällt, sich selbst anzunehmen und zu lieben. Jeder Mensch hat Punkte an sich, mit denen er nicht gänzlich zufrieden ist. Die eine hadert mit der Form ihrer Nase, der andere mit einigen Kilos zu viel die ihn stören. Kritisch gestaltet sich die Situation dann, wenn ein Mensch rein gar nichts Positives mehr an sich selbst entdeckt.

Wer sich selbst nicht mit Liebe begegnet, der ist auf wohlwollende Worte von Freunden sowie dem Partner angewiesen. Er erhält die fehlende Liebe von außen und doch ist er nicht imstande, diese Liebe auch wirklich anzunehmen. Stattdessen werden Betroffene von den Gedanken beherrscht, dass der Partner ihnen nur etwas vormache. Wie solle der Partner sie wirklich dafür lieben können, wie sie sind, wenn sie sich nicht einmal selbst mögen?

Dementsprechend stark ausgeprägt sind die Verlustangst und Gefühle der Eifersucht. Ständig hegen Betroffene den Gedanken, dass der Partner jemand Besseres finde könnte und sie für diese Person verlassen könnte. Unterschwellig vergleicht sich der Betroffene durchgehend mit Menschen aus seinem Umfeld. Die Problematik liegt darin, dass der Betroffene in seinen Augen bei diesem Vergleich stets schlechter abschneidet.  Dadurch wird das Selbstwertgefühl immer geringer. Sie halten sich selbst nicht für attraktiv genug und leben mit der Angst, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis auch der Partner erkennt, dass er einen attraktiveren Partner/ eine attraktivere Partnerin haben könnte.

Dauerhaft stellt dies eine extreme Belastung für die Beziehung dar. Der Partner kann noch so häufig beteuern, dass es keine andere Person in seinem Leben gebe, die Eifersucht verschwindet dadurch nicht.

Der einzige Ausweg diese Eifersucht zu bekämpfen besteht für den Betroffenen darin, sich selbst mit mehr Liebe zu begegnen. Nur, wer für sich selbst erkennt, dass er liebenswert ist und mit sich selbst im Reinen ist, ist in der Lage die Liebe des Partners anzunehmen und verliert die ständige Angst, dass der Partner jemand anderes kennenlernen könnte.

 

Altlasten aus früheren Beziehungen

Der Mensch wird immer durch seine Erfahrungen aus der Vergangenheit geprägt. Leider sammeln wir in der Liebe nicht ausschließlich schöne Erfahrungen. Der erste Liebeskummer schmerzt, die erste Trennung scheint unüberwindbar. Werden wir betrogen handelt es sich um eine Erfahrung, die sich tief ins Gedächtnis einbrennt und die uns ein Leben lang prägt.

Viele Menschen sind in der Lage, dieses schreckliche Ereignis zu verarbeiten, damit abzuschließen und wieder nach vorne zu blicken. Daneben gibt es auch Betroffene, denen dieser entscheidende Schritt nicht gelingt. Sie realisieren, dass das Leben weitergeht und sind sogar fähig, sich neu zu verlieben. Doch sie haben verlernt zu vertrauen. Zu einschneidend ist die Erfahrung gewesen, jemandem vollstes Vertrauen zu schenken und letzten Endes enttäuscht zu werden.

Diese Altlast nehmen sie in die neue Beziehung mit. Sobald der neue Partner eine Verhaltensweise an den Tag legt, die ihnen bereits in der früheren Beziehung begegnet ist, etwa dass nicht sofort auf eine Nachricht geantwortet wird oder dass er oder sie alleine mit Freunden ausgehen möchte, klingeln alle Alarmglocken und die Eifersucht durchströmt den Körper. Sie befürchten, nochmals die gleiche Hölle durchleben zu müssen, durch die sie schon einmal gehen mussten und wollen sich natürlich vor diesem Gefühlschaos schützen.

Auch hier wird die neue Beziehung stark durch die Eifersucht gefährdet, da der Eifersüchtige dem Partner Unrecht tut. Abhilfe geschaffen werden kann nur, indem sich der Betroffene immer wieder vor Augen hält, dass er nicht mehr mit dem oder der Ex zusammen ist, die das Vertrauen missbraucht hat, sondern dass sich nun ein neuer Partner an der eigenen Seite befindet. Dieser neue Partner hat das vollste Vertrauen verdient, denn er kann absolut nichts für die Fehltritte des Expartners. Betroffene müssen daher lernen, dem neuen Partner wieder zu vertrauen. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Prozess, der nicht über Nacht gelingt und der viel Arbeit an uns selbst bedeutet.

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Wenn die Eifersucht begründet ist

Schwierig gestaltet  es sich, wenn es einen konkreten Auslöser für die Eifersucht gibt. Etwa wenn bekannt ist, dass der Partner in der vorherigen Beziehung mehrmals fremdgegangen ist oder wir selbst von ihm oder ihr bereits betrogen wurden. Dann ist die Verlustangst nicht durch mangelnde Selbstliebe begründet, sondern durch das Fehlverhalten des Partners.

Von Bedeutung für das mögliche Fortführen der Beziehung ist, ob es sich bei dem Seitensprung rein um eine sexuelle Angelegenheit gehandelt hat, oder ob aufseiten des Partners Gefühle für die andere Person vorhanden sind. Ein Festhalten an der Partnerschaft kann nur dann eine Option sein, wenn der Partner keinerlei Gefühle für sein Seitensprung aufgebaut hat und beide bereit sind, an sich und der Beziehung zu arbeiten.

Wie so oft stellt in dieser Ausgangssituation Kommunikation das A und O dar. Erst, wenn wir unsere eigenen Gefühle aussprechen (ja, auch die Angst den Partner zu verlieren) und offen ansprechen, dass wir eifersüchtig sind, kann der Partner dementsprechend handeln und auf uns eingehen.

Dennoch müssen wir uns selbst die unangenehme Frage stellen, ob wir uns überhaupt in der Lage sehen, dem Partner eines Tages vollstes Vertrauen schenken zu können. Sitzt die Enttäuschung zu tief, etwa weil der Partner uns mit einer Freundin betrogen hat, von der er immer behauptet hat, dass mit dieser niemals etwas laufen werde, ist fraglich, wie viel Sinn die Beziehung noch macht. Häufig reden sich Betroffene ein, dem Partner den Seitensprung wirklich verziehen zu haben. Kommt es jedoch zu einem Streit, wird jedes Mal der Betrug thematisiert und dem Partner vorgeworfen. Hier handelt es sich um ein klares Anzeichen, dass der Fehltritt des Partners noch lange nicht verarbeitet und abgehakt wurde, sondern stets im Kopf der betrogenen Person herumschwirrt und diesen Menschen nach wie vor beschäftigt. Dies ist jedoch keine Grundlage für eine dauerhafte und vor allem glückliche Beziehung.

 

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